Kompost anlegen: So geht’s richtig

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2023-04-21 13:09:00 / Garten / Kommentare 0
Kompost anlegen: So geht’s richtig - Kompost anlegen: So geht’s richtig

Kompost ist ein idealer Dünger für den Garten, denn er enthält viele Nährstoffe und verbessert die Bodenqualität. Aus Garten- und Küchenabfällen lässt sich mit wenig Aufwand wertvoller Humus herstellen. Dafür braucht man nur einen geeigneten Platz, einen Komposter oder einen Komposthaufen und etwas Geduld. Es ist auch eine gute Möglichkeit, Abfälle zu reduzieren und die Umwelt zu schonen. Hier erfährst du, wie du Kompost richtig anlegst und was du dabei beachten solltest.

Wo steht der Kompost am besten?

Drei Komposter nebeneinander

Der Kompostplatz sollte weder in der prallen Sonne noch im totalen Schatten liegen. Ein Standort im Halbschatten ist optimal, zum Beispiel hinter der Gartenlaube, im Schutz einer Hecke oder unter einem hohen Baum. Der Kompost sollte auch genügend Frischluft bekommen, aber nicht zu windig sein. Außerdem sollte er mindestens 50 cm Abstand zur Grundstücksgrenze haben, um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden.

Komposter oder Komposthaufen? 

Für das Kompostieren gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man kann einen fertigen Komposter aus Holz, Metall oder Kunststoff kaufen oder selber bauen, oder man kann einen offenen Komposthaufen (auch Kompostmiete genannt) anlegen. Ein Komposter hat den Vorteil, dass er das Material vor Witterungseinflüssen schützt und die Wärme besser hält, was den Rotteprozess beschleunigt. Ein Komposthaufen ist einfacher anzulegen und bietet mehr Platz für größere Mengen an Abfällen.

Der Komposter oder der Komposthaufen sollte direkt auf die Erde gestellt oder aufgeschichtet werden, damit die Bodenorganismen Zugang zum Material haben. Die optimale Größe für einen Komposter oder einen Komposthaufen ist etwa ein Kubikmeter. Wenn man mehr Platz hat, kann man auch mehrere Behälter oder Haufen nebeneinander aufstellen, um das Umsetzen zu erleichtern.

Was gehört auf den Kompost?

Kompost mit erkennbaren Schichten

Für einen guten Kompost ist die Vielfalt wichtig. Man sollte verschiedene Arten von organischen Abfällen schichtweise auf den Kompost geben und dabei auf ein ausgewogenes Verhältnis von trockenem und feuchtem Material achten. Die Schichten sollten nicht höher als 20 cm sein und immer gut durchmischt werden.

Die erste Schicht besteht aus grobem Material wie Ästen, Zweigen oder Holzspänen. Sie sorgt für eine gute Belüftung und Drainage des Komposts. Die zweite Schicht besteht aus feuchtem Material wie Rasenschnitt, Küchenabfällen oder Kaffeesatz. Sie liefert Nährstoffe und Feuchtigkeit für die Mikroorganismen. Die dritte Schicht besteht aus trockenem Material wie Laub, Stroh oder Heu. Sie dient als Isolierung und verhindert das Austrocknen oder Verschlämmen des Komposts. Die vierte Schicht besteht aus etwas Gartenerde oder reifem Kompost. Sie enthält die nötigen Mikroorganismen für den Rotteprozess.

Diese Schichten werden wiederholt, bis der Komposter oder der Komposthaufen voll ist. Dabei sollte man darauf achten, dass die oberste Schicht immer aus trockenem Material besteht, um den Kompost vor Witterungseinflüssen zu schützen. Außerdem sollte man die Schichten immer gut durchmischen, um eine gleichmäßige Zersetzung zu fördern.

Es gibt einige Materialien, die nicht auf den Kompost gehören, weil sie Schädlinge anlocken, Krankheiten übertragen oder die Rotte stören können.

Entnehmt dieser Tabelle die Eignung von Stoffen/Material für euren Kompost:

gut geeignet

bedingt geeignet

ungeeignet

Obstreste

Zitrusfrüchte in kleinen Mengen

kranke Pflanzenteile

Gemüseabfälle

Kleintierstreu in kleinen Mengen

von Schädlingen befallene Pflanzenteile

Brotreste

Papier in kleinen Mengen

Zeitschriften, beschichtetes Papier

Eierschalen

frischer Rasenschnitt

Fleisch- und Knochenreste

Essensreste

Unkraut

Straßenkehricht

Schnittblumen

Haare, Federn in kleinen Mengen

Staubsaugerbeutel

zerkleinerter Strauch- und Baumschnitt

behandeltes Holz

Topfpflanzen

Kunststoffe

verbrauchte Blumenerde

Glas

Laub

Metalle

trockenes Gras

Leder

Asche von naturbelassenem Holz

Asche von Kohle und Briketts

Fäkalien

Katzeneinstreu

Quelle: Eignung von Stoffen für die Kompostierung im Hausgarten, unter https://www.kompost.de/themen/selbst-kompostieren/kompostmaterial (abgerufen am 21.04.2023 13:25 Uhr)

Um den Rotteprozess zu beschleunigen, kann man das Material vor dem Kompostieren zerkleinern oder schreddern. Das erhöht die Oberfläche für die Mikroorganismen und sorgt für eine bessere Durchlüftung. Zusätzlich kann man den Kompost mit einem speziellen Kompostbeschleuniger behandeln. Es ist ein Mittel, das den Rotteprozess fördert, indem es die Mikroorganismen im Kompost mit Nährstoffen versorgt. Er kann aus verschiedenen natürlichen oder synthetischen Stoffen bestehen, wie zum Beispiel Hornspänen, Urgesteinsmehl oder Bakterienpräparaten.

Muss ich den Kompost pflegen?

Kompost wird mit einer Schaufel entnommen

Der Kompost braucht regelmäßige Pflege, um gut zu gedeihen. Das bedeutet vor allem, ihn feucht zu halten und umzusetzen. Der Kompost sollte immer leicht feucht sein, aber nicht nass. Bei Trockenheit sollte man ihn daher ab und zu gießen. Umgekehrt sollte man ihn bei starkem Regen abdecken, um Fäulnis zu vermeiden.

Das Umsetzen des Komposts ist wichtig, um das Material zu durchmischen und zu belüften. Dabei wird der Kompost von einem Behälter oder Haufen in einen anderen umgeschichtet. Das sollte etwa alle zwei bis drei Monate geschehen. Beim Umsetzen kann man auch das fertige Kompostmaterial aussortieren und sieben. Das erkennt man daran, dass es dunkelbraun, krümelig und angenehm erdig riecht.

Wie lange es dauert, bis der Kompost fertig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Art und Menge des Materials, der Temperatur, der Feuchtigkeit und der Belüftung. Im Allgemeinen kann man mit sechs bis zwölf Monaten rechnen. Im Winter verlangsamt sich der Rotteprozess aufgrund der Kälte.

Der fertige Kompost kann dann im Garten als Dünger oder Mulch verwendet werden. Er sollte aber nicht zu dick aufgetragen werden, sondern nur eine dünne Schicht von etwa fünf Zentimetern bilden. Der Kompost versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen, verbessert die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben.

Wir hoffen, unser Ratgeber hat dir geholfen, mehr über das Kompostieren zu erfahren.

Falls du nun feststellst, dass nicht genügend Platz in deinem Garten für einen Komposthaufen hast, dann findest du den passenden Dünger hier bei uns im Shop.

Zusammengefasst:

Kompost ist ein idealer Dünger für den Garten, denn er enthält viele Nährstoffe und verbessert die Bodenqualität. Aus Garten- und Küchenabfällen lässt sich mit wenig Aufwand wertvoller Humus herstellen. Dafür braucht man nur einen geeigneten Platz, einen Komposter oder einen Komposthaufen und etwas Geduld. Der Kompostplatz sollte im Halbschatten und luftig liegen. Der Komposter oder der Komposthaufen sollte direkt auf die Erde gestellt oder aufgeschichtet werden und etwa ein Kubikmeter groß sein. Um den Rotteprozess zu beschleunigen, kann man das Material vor dem Kompostieren zerkleinern oder schreddern und mit einem Kompostbeschleuniger behandeln. Der Kompost braucht regelmäßige Pflege, um gut zu gedeihen. Das bedeutet vor allem, ihn feucht zu halten und umzusetzen. Der fertige Kompost kann dann im Garten als Dünger oder Mulch verwendet werden. Er sollte aber nicht zu dick aufgetragen werden, sondern nur eine dünne Schicht bilden.

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